Viele Jahre lang habe ich diesen Spruch gehasst – Leute die mich mit solch weisen Floskeln belehren wollten verachtet. Denn wie wohl den meisten Studenten, fällt mir das Aufstehen früh am Morgen wirklich schwer. Oft reist mich das Klingeln des Weckers aus den abenteuerlichsten Träumen und spannendsten Geschichten.
Als ich nun vor einigen Wochen im iPhone App Store den “SleepCycle” Wecker entdeckt habe, investierte ich gerne 0,79 Euro, um diesen Schlafphasen-Wecker zu testen. Die App verspricht, einen innerhalb von 30 Minuten vor der angegebenen Weckzeit in einer leichteren Schlafphase aufzuwecken, was das Aufstehen erheblich erleichtern soll.


(iPhone App “SleepCycle” im Betrieb: Schlafphasen-Kurve (links) und Wecker-Modus (rechts).)
Im Internet wird seit langem kontrovers diskutiert, SPIEGEL ONLINE hat sogar den Test im Schlaf-Labor gemacht und ist zum Ergebnis gekommen: “SleepCycle” bringt’s nicht. Auch andere User berichten, dass die App rein nach Zufall weckt.
Also bin ich selbst zum Test angetreten. Insgesamt 5 Nächste habe ich den Schlafphasen-Wecker schon benutzt. Jedes mal bin ich um ca. 9 Uhr aufgestanden und zuvor zu den unterschiedlichsten Zeiten ins Bett gesprungen. Bei jedem der 5 Versuche fühlte ich mich beim Wecken durch “SleepCycle” ziemlich fit und hatte keine Probleme, aus dem Bett zu kommen.
Nun kam bei mir die Vermutung auf, es würde vielleicht an der doch recht angenehmen Uhrzeit von 9 Uhr liegen. Doch als ich mich gestern Morgen ohne “SleepCycle” wecken lies, wieder um kurz nach 9 Uhr, musste ich feststellen, dass es doch einen gehörigen Unterschied macht. Ich war gerädert, kaputt und hatte keine Lust aus dem warmen Bettzeug zu kriechen.
Zwar traue ich SPIEGEL ONLINE für Gewöhnlich fast blind, jedoch muss ich in diesem Fall sagen:
Nachgewiesen oder nicht. “SleepCycle” bringt’s – mir egal ob durch Placebo-Effekt oder dank echter Schlafphasen-Analyse.
Daniel hat ja auch gemeint, bei ihm bringt’s was… :)
http://gefahrgut.wordpress.com/2010/01/27/der-app-wednesday-episode-2/